19.02.2019 von Symposium Feines Essen + Trinken in Shopper-Trends

Foodwelten 2030 – neue Modelle für die Lebensmittelwirtschaft

Wie werden wir im Jahr 2030 essen: ressourcenschonend und im Einklang mit den eigenen Werten? Oder wollen wir nur Sattwerden, mit Essen aus dem 3D-Drucker? Wie kann sich die Lebensmittelwirtschaft darauf vorbereiten?

Nestlé hat sich mit den verschiedenen Parametern
und individuellen Bedürfnissen
der Konsumenten beschäftigt
und daraus insgesamt fünf sogenannte Game Changer abgeleitet, die bereits heute auf die zu erwartenden Veränderungen in der Lebensmittelindustrie,
im Produktportfolio und im Einkaufsverhalten hinweisen: 
Der steigende Druck auf die Lebensmittelindustrie, neue Konsumententrends, neue Geschäftsmodelle im Handel, die digitale Transformation und die Dynamik in der Bevölkerungsstruktur.

Sich zu ernähren ist mehr als nur satt zu werden. Es ist ein Statement über die Persönlichkeit. 
Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende, Nestlé Deutschland AG

Aus diesen fünf Game Changern ergeben sich fünf mögliche Zukunftsszenarien für das Ernährungs- und Einkaufsverhalten im Jahr 2030. Im Rahmen der repräsentativen Zukunftsstudie „Wie is(s)t Deutschland 2030“ hat Nestlé im Jahr 2015 mehr als 1.000 Männer und Frauen in Deutschland um eine Einschätzung dieser Zukunftsszenarien gebeten.

1. Ressourcenschonende Ernährung in einer werteorientierten Gesellschaft
Im Mittelpunkt stehen hier der Umweltschutz und das Einkaufen unter Berücksichtigung von Bio-Produkten und Regionalität.

2. Ernährung zur Selbstoptimierung in einer leistungsorientierten Gesellschaft
Dieses Szenario ist gekennzeichnet durch eine gesunde Ernährung und durch personalisierte bzw. individualisierte Lebensmittel. Essen ist in erster Linie Energielieferant und sorgt für die tägliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit. Produkte haben einen gesunden Zusatznutzen und werden auch unterwegs konsumiert. 

3. Reflektierter Genuss in einer auf Eigenverantwortung setzenden Gesellschaft
Treibende Faktoren sind hier eine gesunde und ausgewogene Ernährung, das eigenverantwortliche Handeln sowie der Genuss beim Essen und beim Einkauf. Gesundheits-Apps und gezielte Informationen aus dem Internet unterstützen den Verbraucher.

4. Gemeinschaftliches Essen in einer starken, aber entstrukturierten Gesellschaft
Essen gewinnt in einer hochtechnisierten Welt immer mehr an Bedeutung. Gemeinsames Kochen und Speisen mit Freunden sind eine beliebte Freizeitgestaltung. In den Städten verliert die eigene Küche an Bedeutung. Um in großer Runde gemeinsam zu kochen, werden große Küchen angemietet. Der Einkauf wird online erledigt.

5. Einfaches Sattwerden in einem virtuellen Umfeld
Im Mittelpunkt stehen hier die Sättigung und das Decken des täglichen Kalorienbedarfs. Fertiggerichte und traditionelle Mahlzeiten werden online bestellt und in der Mikrowelle erwärmt. Gekocht wird selten. Die Verbraucher sind offen für alles, was Zeit spart. Mögliche Neuerungen, wie das Essen aus dem 3D-Drucker werden als positiv empfunden.

 

Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende, Nestlé Deutschland AG

Diese Szenarien helfen dabei, die zukünftigen Lebenswelten besser zu verstehen. Auf welche Schwerpunkte letztendlich gesetzt wird, entscheidet jedes Unternehmen für sich selbst. Bei Nestlé sind es die Themen: personalisierte Ernährung, Digitalisierung, Convenience und Nachhaltigkeit.

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