19.12.2018 von Symposium Feines Essen + Trinken in Touchpoints

KI, Big Data und die Zukunftschancen für den stationären Handel

Die Schlagworte Big Data, Predictive Analytics und künstliche Intelligenz sind derzeit in aller Munde. Handel und Industrie sind auf der Suche nach neuen Strategien. Und jeder fragt sich: Wie reagieren unsere Kunden auf die neuen Trends?

 

Gerade im Nahrungsmitteleinzelhandel herrschen – wenn es um die digitale Transformation geht – gewisse Unsicherheiten. Allen Unkenrufen zu trotz, glaube ich aber, dass der stationäre Handel trotz allem gute Zukunftschancen hat. Vorausgesetzt, man denkt in komplett neuen Bahnen, und das am besten sofort!

 

In den kommenden Jahren werden Technologien der Smarten Prognostik in die Verkaufsprozesse der Foodbranche einziehen und intelligente, digitale Assistenzsysteme Kaufentscheidungen treffen. Auf Basis von Datenanalyse verstehen diese Systeme, wie ihr Besitzer „tickt“, welche Kundenbedürfnisse er hat und wie sich diese von Moment zu Moment situativ verändern. Kaufentscheidungen sind folglich nicht nur individuell verschieden, sondern auch situativ verschieden.

 

Standard ist vorbei. Und dieser Umstand führt zu einer durchgreifenden Veränderung unserer Märkte und unserer Kunden-Kommunikation.

Michael Carl, Geschäftsführer,
2b AHEAD ThinkTank GmbH

 

Für den stationären Handel liegt die Zukunft in neuen – und vor allem individuellen – Verkaufsstrategien. Die Kundenbedürfnisse werden immer differenzierter, eine Antwort reicht nicht mehr. Geben Sie den Kunden einen Grund in den stationären Handel zu kommen. Entwickeln Sie dafür Ihre eigene Strategie. Und glauben Sie nicht vorschnell jedem Trend! Trends sind keine Naturgesetze. Abgucken wird nur selten funktionieren – auch innerhalb der gleichen Branche oder der gleichen Nische können die jeweiligen Einflüsse, Chancen und Risiken sehr unterschiedlich sein.

 

Vor allem im Bereich des Premium-Segments werden die Ladengeschäfte zukünftig punkten. Denn beim Premium der Zukunft suchen Kunden ganz bewusst nicht nach rationalen Antworten. Sie agieren vielmehr nach der Logik des „Identitätsmanagements“. Es geht um die Frage: Was wissen meine Freunde und Bekannten – und letztendlich auch mein Ego über mich, wenn ich in diesen Laden gehe? Bin ich besonders sparsam, besonders luxusorientiert, besonders öko, besonders regional verwurzelt und so weiter.

Michael Carl, Geschäftsführer,
2b AHEAD ThinkTank GmbH
Michael Carl, Geschäftsführer,
 2b AHEAD ThinkTank GmbH

 

Der stationäre Händler im Premium-Segment wird der Identitätsmanager seiner Kunden sein

Sie müssen Ihren Kunden kennen und wissen, was er will, und das noch schneller als in Echtzeit. Dann können Sie ihm einen guten Grund geben, dass er zu Ihnen in den Laden kommt. Um dementsprechend nah an seinen Kunden heranzukommen, müssen Unternehmen anders arbeiten als gewohnt – und zwar auf allen Ebenen.

 

Meine fünf Anti-Regeln für Innovation und Freiraum:

1.     Überschreite deine Kompetenzen. 


2.     Umgehe alle Vorschriften, die dein Projekt gefährden könnten. 


3.     Verbrenne deine Stellenbeschreibung. 


4.     Arbeite daran, dass du jeden Tag gefeuert werden kannst. 


5.     Es ist besser, nachher um Entschuldigung, als vorher um
Genehmigung zu bitten. 


 

Lösen Sie sich vom gelernten Standard. Seien Sie frei für Neues. Es geht darum, neue Rahmenbedingungen zu schaffen, um neue Antworten auf neue Fragen zu bekommen.

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