19.12.2018 von Symposium Feines Essen + Trinken in Produktwelt

METRO im digitalen Wandel – vom Produkt- zum Lösungsanbieter

Die deutsche Gastronomie hinkt bei
der Digitalisierung massiv nach. Bei METRO arbeiten wir bereits seit drei Jahren an einem zukunftsweisenden Konzept, das auch für andere Handelsunternehmen wegweisend sein könnte.

 

Von Gastrokunden ist das Potenzial der Digitalisierung noch weitestgehend unerkannt: 54 % der Gastro-Unternehmer denken, dass digitale Technologien ihnen helfen würden, doch nur von 36 %, der unabhängigen Restaurants, werden sie bereits verwendet. Und nur 12 % der Unternehmen wollen künftig in die Digitalisierung investieren.

Thomas Storck, CEO, METRO Deutschland GmbH
Thomas Storck, CEO, METRO Deutschland GmbH

 

Hier können kleine und große Gastronomieservices mit Beratung und Services zu digitalen Technologien ansetzten. Selbstständige Einzelhändler-Unternehmen können Entscheidungen schnell treffen und Veränderungen umsetzen. Bei einem Großhändler wie METRO mit über 100 Märkten und vielen Hierarchieebenen muss allerdings eine vollständige Neuorientierung von innen entwickelt werden, um sie nachhaltig umsetzen zu können.

 

Wir Großhändler haben damals gelernt: Im Handel ist der Standort das Allerwichtigste. Man muss für den Kunden das richtige Produkt, zum richtigen Preis, in der richtigen Qualität, am richtigen Ort verfügbar haben. Das ist für den LEH weiterhin richtig. Aber für viele Händler hat sich das geändert. Denn heute kann jeder Kunde jedes Produkt zu jeder Zeit in der von ihm gewünschten Qualität und zu dem von ihm gewünschten Preis bekommen.

 

Deshalb möchte METRO DER Marktplatz für Gastronomie werden – on- und offline. Wenn wir uns nach den Bedürfnissen unserer Haupt-Zielgruppe neu ausrichten, müssen wir folgende Ziele verfolgen:

  • das tiefste, breiteste und exklusivste Sortiment anbieten
  • das Know-how der Mitarbeiter bezüglich Gastronomie und professioneller Küche verbessern
  • beste Servicequalität und präzise Problemlösungen ermöglichen
  • sich mit Software-Anbietern, Managerausbildern, Lieferservices und Start-ups vernetzten, um aus allen Branchen die besten Spezialisten im Team zu schaffen

Amerikanische Unternehmen wie Amazon expandieren nach Europa und verdrängen zunehmend regionale Handelsfirmen. Dass diese wachsenden Konkurrenten der Großhändler ursprünglich aus dem IT-Bereich kommen, verwundert mich nicht.

Thomas Storck, CEO, METRO Deutschland GmbH

 

Thomas Storck, CEO, METRO Deutschland GmbH
Thomas Storck, CEO, METRO Deutschland GmbH

Wir haben unsere relevanteste Zielgruppe identifiziert und das Unternehmensziel daran angepasst. Um nun die neue Strategie nachhaltig zu verfolgen müssen wir nach den zentralen Bedürfnissen unserer Hauptkunden fragen: Für den Gastronomen ist die Investition in IT wichtig aber extrem kostspielig. Deshalb wird METRO, neben der Gastro-Hardware – vom Sprossensalat bis zum Gasherd – auch digitale Lösungen anbieten: Zum Beispiel das Reservierungstool fürs Restaurant, die Administrationshilfe für Buchhaltung und Personalplanung – und auch die Software, mit der der Restaurantbesucher bargeldlos zahlen kann. Unsere Aufgabe der Zukunft ist es, nicht mehr nur Produkt-, sondern auch Lösungsanbieter zu sein.

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