13.02.2020 von Symposium Feines Essen + Trinken in Foodtrends

Schritt für Schritt mehr Verantwortung durch transparente und nachhaltige Lieferketten

Foto oben: Klaus Sauer, Geschäftsführer Einkauf, METRO Deutschland (rechts), Jörg Pretzel, Vorstandsvorsitzender des Symposiums Feines Essen + Trinken (links)

From Farm to Fork – einen aufschlussreichen Einblick in die Anforderungen einer transparenten und nachhaltigen Lieferkette aus Sicht eines internationalen Händlers gab Klaus Sauer, Geschäftsführer Einkauf METRO Deutschland, den Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Take-off Nachwuchskongresses des Symposiums Feines Essen + Trinken.

„Unser Ziel als Handelsunternehmen ist es, Produkte für unsere Kunden zur richtigen Zeit mit der bestmöglichen Qualität und in der gewünschten Menge zu einem guten Preis zur Verfügung zu stellen.“
Klaus Sauer, Geschäftsführer Einkauf, METRO Deutschland

 Zu den Qualitätsanforderungen zählt Sauer auch eine möglichst nachhaltige Wertschöpfungskette. Aus diesem Grund arbeitet METRO eng mit seinen Lieferanten zusammen und kontrolliert die Einhaltung von Qualitätsanforderungen wie Umwelt- und Sozialstandards. Die Grundlage dafür bilden die Einkaufsrichtlinien des Unternehmens in Bezug auf Palmöl, Soja, Eier, Fisch, Papier und Verpackung. Als Nachweis für deren Einhaltung dienen anerkannte Zertifizierungen bzw. ein eigenes Monitoring. Der Großhändler ist der größte Frischfischvermarkter Deutschlands – mit durchschnittlich rund 110 verschiedenen Sorten täglich verfügbar. Rund 15.000 Tonnen Fisch gehen pro Jahr über die Ladentheke.

klaus sauer
Klaus Sauer, Geschäftsführer Einkauf, METRO Deutschland

Kooperation mit kleinen Unternehmen und Start-ups

Das Unternehmen achtet darauf, nachhaltig zu arbeiten. Dazu hat METRO eine eigene Fischeinkauf-Policy aufgestellt, die transparent auf den Internetseiten des Unternehmens nachzulesen ist. METRO bietet keine Waren aus illegaler Fischerei an. Es wird darauf geachtet, dass die eingesetzten Netze Dolphin-Safe sind, und auch bei Thunfisch setzt man sich für nachhaltige Fangmethoden ein. Der Großhändler kooperiert zudem mit kleinen Unternehmen und Start-ups, die Aufträge an traditionelle, lokale Fischer vergeben, die eine besonders nachhaltige Fischerei garantieren, wie z. B. die Firma Touba Peche, die mit kleinen Familienfischereien aus dem Senegal zusammenarbeitet. Für die Konsumenten soll die Wertschöpfungskette transparent nachvollziehbar sein.

Nachhaltige Lieferkette
Klaus Sauer, Geschäftsführer Einkauf, METRO Deutschland

Shopper erhalten Informationen zur Herkunft per App

Anhand der App METRO PRO TRACE können die genutzten Ressourcen und der Ursprung der Produkte sowie deren Verarbeitung eingesehen werden. Dazu scannt der Kunde den EAN Code des Produkts und erfährt, an welchem Ort und zu welchem Zeitpunkt die Fische gefangen wurden. Rund 90 Prozent der Fischartikel werden vom Unternehmen nachvollziehbar dokumentiert. Bei Fleischprodukten will der Händler nachziehen. Die Eigenmarke METRO Chef ist in der Warengruppe Fleisch schon vollständig einsehbar, im restlichen Fleischsegment werden bereits 60 Prozent erfasst. Zum Schluss seines Vortrags erklärte Sauer, dass sich heutzutage die Werte aus Kundensicht hin zu mehr Qualität statt Quantität, zu mehr Transparenz und Nachhaltigkeit verlagert haben. Auch in Zukunft will METRO bewusst Verantwortung in der Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten hinsichtlich Nachhaltigkeit und Transparenz übernehmen.

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Symposium Feines Essen + Trinken
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